Matter of Time

Eine Videoinstallation von Natalya

Hier der Trailer:

Diese Videoinstallation versucht die Gefühle bildlich in Szene zu setzen, die einen bei der Assoziation von Armut gefangen nehmen. Durch surreale Kulissen und abstrakte Bilder sollen die verschiedenen Facetten von Emotionen beleuchtet werden. Die Videoarbeit zeigt auf zwei alten Monitoren zwei grundverschiedene Frauen. Ein jüngeres Mädchen, das wie eine Blume in einem alten verlassenen Haus aufwächst, symbolisiert Vergangenheit und Zukunft. Ähnlich einem Wunschbild oder einem romantischen Traum, der vielleicht nie existiert hat. Die alte Frau repräsentiert die unerbittliche Trostlosigkeit der Gegenwart ausgedrückt in der Geste ihrer Emotionen und Gefühle. Das ganze Geschehen wird von einer gegenüber sitzenden Frau beobachtet.

Zugreifen erwünscht!

Eine Installation von Julia und Mona:
kleider

Die Kleiderstube der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt ist ein im
Keller gelegenes Sammelsurium sorgfältig ausgewählter
Second-Hand-Kleidung. Jeder, der sich davon angesprochen
fühlt – aus welchen Gründen auch immer – ist eingeladen
sich hier gegen eine kleine Spende neu einzukleiden.

Unsere Arbeit zeigt eine kleine Auswahl an dort gefundenen
Einzelstücken und fungiert als temporäres Schaufenster.
Und sofort ist sichtbar: Gebraucht und günstig heißt
keinesfalls schlecht. In Zeiten, in denen »Vintage« und
Flohmärkte schon wieder kommerziell geworden sind, ist
das natürlich keine neue Erkenntnis.

Trotzdem lohnt sich der Blick auf die Angebote jenseits der
profitgeilen Riesenkonzerne. Denn hier verbindet sich
ehrenamtliche Arbeit mit herzhaften Spenden und schafft
einen Raum, der von so manchem dringend benötigt wird.
Ob finanziell darauf angewiesen, modischer Raritäts-Sehnsucht
folgend oder ethisch orientiert – die ausgestellten
Stücke dürfen gerne gegen Spende mitgenommen
werden! Dieses Werk hat kein Interesse die Ausstellung zu
überdauern.

Medieninstallation – Frauenarmut in Frankfurt

Eine Medieninstallation von Nare & Inna:ffm14
Auf drei Monitoren, die in einem vertikalen Regal stehen, werden mithilfe von Interviews die verschiedenen Facetten des Themas Armut dargestellt. Durch Gespräche mit Personen mit unterschiedlichem Alter rücken wir die Generationenperspektive ins Zentrum unserer Installation. Deshalb kommen neben Alte, Erwachsenen und Jugendlichen bzw. Kinder zu Wort. Im oberen DVD-Player sind die Interviews mit älteren Menschen zu sehen, im mittleren DVD-Player können die Interviews mit Erwachsenen angeschaut werden, im unteren DVD-Player sind Interviews mit Kindern zu sehen. Die Interviewten unterscheiden sich nicht nur im Alter, auch in der Herkunft, der Herkunft und in ihren Ansichten.
Im Hintergrund sind auf der Wand eine Vielzahl von Fotos zu sehen, die Frauen in Armut sehen. Ergänzt werden dieser Bilder mit Aufnahmen von den interviewten Personen.
Die Installation ist unter einer Treppe positioniert, dass symbolisiert einen Abstellraum. Frauen in Armut sind im symbolischen Sinne „abgestellt“, unter der Treppe, damit sie nicht in der Öffentlichkeit stören. Zwischen Regal mit den Filmen sind Gegenstände platziert, die symbolisch die Lebenswelt von armen Menschen repräsentieren.frarm

 

„… und immer an die Rente denken!“ Aus dem Leben von Frau Krämer

Eine Fotoarbeit mit Zitaten von Marie Brauburger:

„… und immer an die Rente denken!“  Aus dem Leben von Frau Krämer
Die Arbeit porträtiert „Frau Krämer“: Dieser fiktive Name steht für eine Frau, mit einer bunten Lebensbiografie, die aufgrund von verschiedenen Umständen nur eine geringe Rente bekommt und finanziell einige Einschränkungen hinnehmen muss. Trotz aller Widrigkeiten, die sie in ihrem Leben hinnehmen muss, hat sie sich eine positive Grundeinstellung zu ihrem Leben bewahrt.

schaukel-kl

 

“au pair” ?

Eine Medieninstallation über „Au pairs“ von Vanessa Faix:

„Deutsch zu lernen macht mir echt Spaß. Ich habe diesen Kurs besucht und mir überlegt ob ich nicht in Deutschland einen Deutschkurs mache. Aber dann habe ich mir diese Kurse angeschaut, aber die Preise sind so teuer und die einzige Möglichkeit war dieses Au-pair-Jahr.“

faix_au-pair_blog

Kopfgeburten

Eine weitere Arbeit von Lea Theurer und Zoe Rothmann:
kopfgeburten

Die Dimensionen weiblicher Armut ragen aus dem Stehkragen unserer Gesellschaft heraus und bleiben für diese doch meist unsichtbar.

Das Dogma der freien Marktwirtschaft schreit laut „Yes, we can!“ Frauen sollen heute
alles können müssen und wollen. Die hohen Posten und das dicke Geld, ein bisschen Selbstverwirklichung, aber die Mutterrolle dabei bitte nicht vergessen. Der Zeitgeist von Wohlstandsymbolen bringt verschmierte Identitäten zwischen Herdprämie und Frauenquote hervor.

Wir Frauen befinden uns heute immer noch in einem rigiden Würgegriff androzentristischer Normen und sozialer Zwänge. So suhlen sich die Nutznießer der Patriachatsideologie im Wundwasser der vermeintlich gescheiterten Emanzipation. Der virulente Leistungsdruck unserer Gesellschaft suggeriert, dass wir alle unter einem Baum voller reifer Früchte stehen und nur zugreifen müssen. Wenn wir einen faulen Apfel erwischen, haben wir eben Pech gehabt oder sind nicht hoch genug gesprungen.
Try again.